NEU: Wolf &Hund - die geschichtliche Herkunft des Kishu-Ken

Allgemeines über den Kishu Ken - Kisyuken

 

Herkunft

Der Kishu Ken wird in seinem Herkunftsland Japan auch als  Kisyuken bezeichnet. Obwohl er recht selten ist, gilt der Kishu als eine der bekanntesten Hunderassen in Japan.

Der Kishu Ken hat seinen Ursprung vor mehreren tausend Jahren in den Bergen von "Kii Peninsula", einer Region Japans, die sich über die heutigen Präfekturen Mie, Wakayama und Nara erstreckt. Dabei trugen die Hunde früher keinen einheitlichen Namen, sondern wurden jeweils nach den einzelnen Abschnitten der Bergregion  von "Kii Pensinsula" differenziert und benannt: Kumano Inu (Hund von Kumano), Taji Inu (Hund von Taji), Ouchiyama Inu (Hund von Ouchiyama). Von Hidaka bis Arita waren die Kishus weiß und wurden als Hidaka-Ken bezeichnet. Im Jahr 1934 wurde alle diese Hunde unter dem Namen der Region zusammengefasst und als Kishu Ken bezeichnet. Aufgrund der Abgeschiedenheit der Bergregionen gab es beim Kishu Ken keine Einkreuzungen von anderen Rassen oder andere, die Rasse verändernde Phänomene. Aus diesem Grund gilt der Kishu Ken als eine der ursprünglichsten Rassen Japans, und als eine der ältesten Hunderassen der Welt. Im Jahr 1934 wurde die Rasse zum Naturdenkmal Japans erklärt und steht damit unter staatlichem Schutz. Bis in die siebziger Jahre war es untersagt Kishu Kens aus Japan zu verkaufen. Die Hunde durften nur als Geschenk weitergereicht werden.

 

Verwendung

Der Kishu Ken ist ein Jagdhund. In der Region Kishu wurden die Hunde zur Jagd auf Wildschweine, Rehe, Bären, Hasen und Vögel verwendet. Entsprechend dem Wild, gab es drei Richtungen von Kishus: Reh-, Hasen- und Wildschwein / Bär Kishus. Die Reh und Hasen Kishus hatten einen etwas leichteren Körperbau was sie bei der Jagd begünstigte. Aufgrund der nicht optimalen Eignung der Rasse, besonders für die Hasen- und Vorgeljagd, hat sich diese Kategorie nicht durchgesetzt. Heute stammen fast alle Kishu Kens geschichtlich aus der Wildschwein (und sekundär auch) Bärenjagd. Diese Kishu Kens haben einen kräftigeren Körperbau, eine ausgeprägtere Muskulatur und eine wilde bis scharfe Veranlagung.

 

In der alten Art zu jagen verweilte der Jäger mit nur einem Hund an einem Ort und wartete auf Beute. Spätere Jagdmethoden bevorzugen es das Wild vom Kishu Ken stellen zu lassen. Dabei verfolgt der Hund das Wild selbstständig und lautlos. Wie bei den meisten nordischen Jagdhunden, meldet der Kishu Ken erst wenn er das Wild gestellt hat. Die Aufgabe des Hundes ist es das Wild "in Schach zu halten", solange bis der Jäger aus kurzer Entfernung zum Schuss kommen kann. Vor allem deutsche Jäger sind meist skeptisch bis ungläubig was die Fähigkeiten des Kishu Kens bei der Jagd auf die körperlich überlegenen Wildschweine betrifft. In Japan sind die Fähigkeiten des Kishu Kens hingegen sehr geschätzt. Seine Wildheit und die unbezwingbare Grundeinstellung machen ihn für die Wildschweinjagd in Japan so beliebt. In Japan existiert seit Jahrzehnten ein Ausdruck, welcher die besondere Eignung des Kishus als Jäger verdeutlicht:
"ichiju - ikku" - "ein Gewehr - ein Hund".

 

 

Farben

Früher gab es Kishu Kens in mehreren Farben: rot, sesam, gestromt, weiß, schwarz. Jedoch ereigneten sich mit den dunkleren Hunden häufig Jagdunfälle, besonders bei unerfahrenen Jägern. Die weißen Hunde werden zwar vom Wild leichter erkannt, jedoch kann zum einen der Jäger den weißen Hund besser erkennen und damit verfolgen, zum anderen ist Verwechslungsgefahr mit dem Wild deutlich geringer.



 

Herkunftsgebiet: Kii Pensinsula

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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